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Caritas-Projekt unterstützt rund um die Uhr

Projekt will Arbeitsfähigkeit pflegender Angehöriger sichern
Vier spontane Zusagen von Raesfelder Firmen als Projektpart
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Bis morgens um sechs war die Welt von Frau Meier noch in Ordnung. Dann stürzte ihre Mutter auf der Treppe und brach sich ein Bein. Das sorgfältig geplante Familiensystem, in dem sie ihre zwei schulpflichtigen Kinder versorgt, die Mutter pflegt und anschließend ins Büro eilt, droht zu zerbrechen. An diesem Punkt setzt das Projekt KIT Pflege der Caritas Ahaus, Vreden und Borken ein. „Mit diesem Bundesmodellprojekt wollen wir die Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitern erhalten und Ausfälle möglichst vermeiden“, sagte Kerstin Menker in ihrem Vortrag am Dienstagabend im Hause Epping in Raesfeld. Zu diesem Vortrag hatten die Gemeinde Raesfeld und der Ortsmarketingverein gemeinsam eingeladen, um Raesfelder Arbeitgeber über das Projekt und eine kostenlose Partnerschaft zu informieren.

Am obigen Fallbeispiel erklärte Kerstin Menker den Interessierten, wie genau die Hilfe aussieht. „Auf einen Anruf hin werden wir einen Mitarbeiter zu Frau Meier entsenden und die Erstversorgung sowie die weitere Pflege übernehmen. Vielleicht schafft Frau Meier es an diesem Tag nicht ganz ohne Verspätung, an ihrem Schreibtisch zu sitzen. Aber, sie wird auch an diesem Tag zur Arbeit gehen können.“ Die Mitarbeiter des KrisenInterventionsTeams (KIT) bleiben für zwei bis drei Tage in der Familie. Sie organisieren einen Pflegedienst und eventuell weitere erforderliche Hilfen, die eine dauerhafte Versorgung des Pflegebedürftigen sichern und dadurch die arbeitenden Angehörigen entlasten. „Wir wollen schnell und unkompliziert helfen und schauen in der jeweiligen Situation, welche Hilfen die richtigen sind. Ist neben einer ambulanten Pflege beispielsweise eine hauswirtschaftliche Hilfe von Nöten oder sind Kinder im Spiel und eine Familienpflegerin könnte Entlastung schaffen?“, so Kerstin Menker.

KIT Pflege hilft daher beiden, dem Arbeitnehmer durch die schnelle Unterstützung und auch dem Arbeitgeber. Dieser muss sich keine Sorgen um Arbeitsausfälle seiner Mitarbeiter oder aber darum, dass die Mitarbeiter durch die Pflege der Angehörigen überfordert sind.

Davon waren am Dienstagabend vier Raesfelder Unternehmen spontan überzeugt. Die Caritas verbuchte mit der Provinzial-Geschäftstelle Bleker & Schulte-Terhart, der Nießing Gastro GmbH, der AGRiV Raiffeisen eG und der Gemeinde Raesfeld gleich vier neue Projektpartner. „Das Thema der Betreuung zu pflegender Angehöriger wird zukünftig immer häufiger die Arbeitnehmer und somit auch die Arbeitgeber betreffen. Uns ist es wichtig auch in diesem Feld für Raesfeld familienfreundliche Lösungen und Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten“, sind sich Bürgermeister Andreas Grotendorst und der Vorsitzende vom Ortsmarketing Raesfeld, Stefan Nießing, einig. Unternehmen die ebenfalls an einer kostenlosen Projektpartnerschaft interessiert sind, können sich bei Kerstin Menker bei der Caritas in Borken melden (Telefon: 02861 / 945 810). Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.kit-pflege.de.

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