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Abschluss der Partnerschaftsjubiläums mit der Verlegung von Gedenktafeln

Joop Buiting (Vorsitzender der Stichting Vrienden van Raeseld) und Bürgermeister Andreas Grotendorst verlegen zum Abschluss des Jubiläumsjahres Gedenktafeln.

Raesfeld – 1986 wurde die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Raesfeld und der niederländischen Gemeinde Wehl offiziell besiegelt. Damals feierten Wehl und Raesfeld eine symbolische Hochzeit und das Brautpaar sagte „Ja“ zueinander. „Ja“ sagen die Bürgerinnen und Bürger der beiden Gemeinden auch heute noch, denn seit 25 Jahren besteht die Partnerschaft nicht nur auf dem Papier, sie wird gelebt: Die jährliche Teilnahme am sportlichen Wettkampf in der Partnergemeinde, die gegenseitigen Besuche während der Karnevalssession, der Austausch der Heimatvereine und vieles, vieles mehr sind aus den Kalendern der Raesfelder und Wehler nicht mehr wegzudenken. Grund genug, diese Silberhochzeit gebührend zu feiern.

Im Frühjahr und Sommer wurde die Verbindung der Gemeinden über sportliche Aktivitäten, freundschaftliche Wettkämpfe und Turniere sowohl in Raesfeld als auch in Wehl noch enger. Sport führt Menschen zusammen. Beispielsweise hatten sich die Lauffreunde des TSV Raesfeld und des befreundeten Sportvereins Pac-Tu Wehl etwas Besonderes ausgedacht. Mit einem „Lauf zum Lauf“ starteten die Aktiven von Raesfeld aus zum Fatima-Loop nach Wehl. Begleitet von Fahrzeugen lief jeder Mitstreiter eine Etappe, übergab den Staffelstab an den nächsten und so wurde die Strecke bis in die niederländische Partnergemeinde zum Staffellauf. Die Raesfelder Läufer bekamen in der Grenzstadt Gendringen Unterstützung. Mit großem „Hallo“ wurden sie dort von den Freunden aus Wehl begrüßt, die sich dem Lauf zum Lauf nach Wehl anschlossen.

Die Läufer auf den Weg geschickt hatten in Raesfeld bereits die beiden Bürgermeister der Partnergemeinden, Andreas Grotendorst (Raesfeld) und Hermann Kaiser (Stadt Doetinchem, zu der Wehl seit 2005 gehört). Ein Startschuss im doppelten Sinne – mit ihm wurden die Aktivitäten rund ums Jubiläum eingeläutet. In den darauffolgenden Wochen und Monaten trafen die Sportvereine aus Raesfeld und Erle mit den Sportbegeisterten aus Wehl bei Turnieren und Wettkämpfen hüben und drüben zusammen. Vor allem die Fußballjugend nahm rege an den Turnieren in der Partnergemeinde teil.

Eine Ausstellung in den Volksbanken von Raesfeld und Erle zeigte in Collagen die Geschichte der Partnerschaft. Künstlerinnen aus Wehl und Raesfeld freundeten sich an und stellten ihre Kunstwerke in der jeweiligen Partnergemeinde aus.

Am 20. August fand das Highlight des Jubiläumsjahres statt. Es sollte ein großes Fest geben, das war den Organisatoren schon weit vor den Jubiläumsfeierlichkeiten klar. Und was würde sich bei einer grenzüberschreitenden Partnerschaft besser anbieten als ein „Spiel ohne Grenzen“.

12 Mannschaften aus Raesfeld und 12 aus Wehl bestritten mit je 8 – 10 Teilnehmern in Wehl die Spiele. Spaß ohne Grenzen war inbegriffen. Denn Spiele wie das Bananenrennen, die Survivalbahn oder das Schwammhosenrennen forderten nicht nur die Ausdauer und Köpermuskulatur der Teilnehmer; vor allem die Lachmuskeln wurden stark beansprucht.

Viele Wehler unterstützten Ihre Mannschaften und spornten die niederländischen Teams vom Spielfeldrand aus an. Zu einem Heimvorteil kam es nicht, denn auch viele Raesfelder Bürgerinnen und Bürger waren mit in die Partnergemeinde gekommen, um ihre Spieler anzufeuern und einen bunten Tag in Wehl zu verbringen.

Für Unterhaltung neben dem Spiel ohne Grenzen war zusätzlich gesorgt: Spielmobil, Hüpfburg, Kinderschminken, musikalische Darbietungen und vieles mehr sorgten bei Groß und Klein für gute Stimmung. Nach der Siegerehrung klang der Tag bei einem gemütlichen Barbecue aus. Für einige Raesfelder mag es der erste Besuch in Wehl gewesen sein – aber sicherlich nicht der letzte.

Mit der Verlegung von Gedenktafel zum Abschluss des Jubiläumsjahres am 7. November 2011 sowohl in Wehl vor dem Konigin Beatrix Centrum und vor dem Raesfelder Rathaus wurden die Feierlichkeiten und Veranstaltungen rund um das Jubiläumsjahr abgeschlossen. „Doch den Leitgedanke dieser Partnerschaft „Ohne Grenzen“ werden wir weiter leben“, ist sich Bürgermeister Andreas Grotendorst sicher. „Der Blick über den eigenen Tellerrand, der Austausch miteinander, etwas voneinander zu erfahren und zu lernen, darum geht es in dieser Partnerschaft. Eine Partnerschaft ist wie der Schlüssel zu einer Tür. Es bleibt jedem überlassen, ihn zu drehen und diese Tür zu öffnen. Mit dem Drehen des Schlüssels haben die Gründer der Partnerschaft zwischen Raesfeld und Wehl vor 25 Jahren ein Tor geöffnet. Mit den Aktivitäten im Partnerschaftsjahr haben viele Raesfelder und Wehler dieses Tor einmal mehr genutzt und die Verbindung gefestigt damit der Goldenen Hochzeit in 25 Jahren nichts im Wege steht.“

 

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