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Jugendtheater „Alkohölle“

Karneval bedeutet in Rhede feiern und natürlich auch der Verzehr von Alkohol. Problematisch wird es bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen dann, wenn der Alkoholkonsum falsch eingeschätzt und übertrieben wird. Alkoholmissbrauch ist ein Problem, welches auch in Rhede zu finden ist. In diesem Zusammenhang gastierte jetzt das Jugendtheater „Theaterspiel“ aus Witten zum zweiten Mal nach 2010 in Rhede. Erneut hatte das Jugendwerk Rhede in Zusammenarbeit mit dem AKKU und dem Kreisjugendamt die Schüler eingeladen. Die Produktion wurde mit Selbsthilfegruppen für trockene Alkoholiker und der Drogenberatungsstelle Genthien und Aufbruch e.V. erarbeitet. Eingeladen wurden 282 Schüler der 7. und 8. Klassen von der Friedensschule und Realschule Rhede. Sie verfolgten gebannt und interessiert die Aufführung im Rheder Kultursaal. Einer der Hauptdarsteller ist selber trockener Alkoholiker und spielt einen Vater, der aufgrund seines Alkoholmissbrauchs tödlich verunglückt. Die Schauspielergruppe um Beate Albrecht vollbrachte den Spagat, zwischen einer jugendgerechte Umsetzung eines schwierigen in den Familien und der Gesellschaft oft totgeschwiegenen Themas „Alkoholmissbrauch“ und einer spannenden Story, die die Kinder und Jugendlichen fesselte und zum nachdenken anregte. Ganz wichtig war das anschließende Nachgespräch zwischen Schauspielern und Schülern. Rund 20 Minuten stellten die interessierten Schüler Fragen zu Alkoholmissbrauch. Teilweise wurden auch sehr persönliche Fragen gestellt, die hauptsächlich Beate Albrecht und Peter Peiseler, der auch abseits der Bühne seit 24 Jahren abstinent (trocken) ist, ausführlich beantworteten. Diese Fragen zeigten eindeutig, dass „Alkoholmissbrauch“ auch bei den Schülern ein Thema ist. Frau Mareen Bißlich vom Jugendamt des Kreises Borken ergänzte, dass das Einstiegsalter für den ersten Alkoholkonsum in unserer Region bei 13 Jahren liegt.

Das Theaterstück ist Bestandteil der Präventionsarbeit um die Aktion „Vollrausch…ohne mich!“. In den kommenden Tagen werden alle Rheder Eltern von Schülern der Klassen 7, 8, 9 und 10 angeschrieben und zum Thema Alkohol informiert. Während des kommenden Rheder Karnevalszug am Sonntag, 19. Februar werden Polizei und Ordnungsamt gemeinsam Jugendschutzkontrollen durchführen. Die gemeinsamen Kontrollen, die in diesem Umfang erstmals 2011 gestartet waren, sorgen für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl und wurden vom feiernden Familienpublikum sehr positiv wahrgenommen.

Ziel aller gemeinsamen Aktivitäten ist es, dass es nicht darum geht, Alkohol grundsätzlich zu verbieten, sondern für einen bewußteren Umgang mit Alkohol zu werben. Außerdem müssen die bekannten Grenzen für Kinder und Jugendliche im Karneval eingehalten werden. Nur so ist ein fröhliches und entspanntes Feiern möglich. Damit auch in Zukunft der Karnevalszug ein Fest für die ganze Familie bleibt.

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