anzeigen
PITXURA Photobox
Café Kamps

Wegstrecken – Ausstellung im MAM

Malerei und Grafik von Wolfgang Post
Ausstellung vom 03.09.10 bis 24.10.10

Wegstrecken

Das Medizin- und Apothekenmuseum Rhede präsentiert die Ausstellung „Wegstrecken“ des Malers und Grafikers Wolfgang Post.

Post, in Rhede aufgewachsen, betrieb nach seiner Ausbildung zum Textildesigner ein Studio als Grafiker und Werbe – und Modefotograf in Rhede und Bocholt, bevor er nach Sonthofen ins Allgäu zog und sich dort in der Kunst und Grafikszene einen Namen machte. Mit der Ausstellung in Rhede kehrt er zu seinen Wurzeln zurück und präsentiert seine „Wegstrecken“, die er zurücklegen musste, um der Künstler zu werden, der er heute ist. Post zeigt einen Querschnitt durch sein gesamtes, jahrzehntelanges Schaffen.

Bei der Ausstellungseröffnung am Freitag, 3. September um 18.00 Uhr wird er in einem Live-Act die von ihm vertretene Trennung von Kunst und Design bzw. die fließenden Grenzen dahin zum Ausdruck bringen. Zur Vernissage, zu der Sie herzlich eingeladen sind, wird ihn sein Sohn Oliver auf der Gitarre begleiten.

Die ungewöhnliche Sonderausstellung ist vom 4. September bis 23. Oktober Dienstag bis Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr im Medizin- und Apothekenmuseum Rhede zu besichtigen. Der Eintritt beträgt 3,00 €, ermäßigt 1,50 €.

Biografie

Bereits als 6jähriger wurde Wolfgang Post in seiner Heimatstadt Schweidnitz in Schlesien auffällig, indem er auf dem Bürgersteig lebensgroße Pferde malte. Nach der Vertreibung verschlug es ihn und seine Eltern nach Rhede.

Durch einen schicksalhaften Glücksfall, konnte er 1952 eine Ausbildung zum Textil-Designer bei der Weberei Geiger,Borgers & Co in Bocholt unter dem Rheder Kunstmaler Walter Wallrad absolvieren, die sein künstlerisches Schaffen wesentlich prägte.

Da Walter Wallrad der altdeutschen und altniederländischen Malweise verhaftet war, kam es naturgemäß zwischen ihm und dem progressiven jungen Wolfgang Post im Atelier zu vielen, für beide Seiten fruchtbaren Diskussionen und Inspirationen über die Wege zur wahren Kunst. Nie wären aber beide so vermessen gewesen, ihre täglich produzierten Textilentwürfe für große Kunst zu halten. Für sie war das allenfalls Kunstgewerbe.

Nur von der Kunst zu leben, blieb leider auch für Wolfgang Post immer nur ein Traum. Immer war er jedoch in kreativen Berufen tätig. Mehrere Jahre betrieb er in Rhede und Bocholt ein Werbestudio, in welchem er als Werbegrafiker, Werbe- und Modefotograf für viele, der damals noch zahlreichen Textilfirmen in Bocholt und Rhede, so wie im gesamten Münsterland Kataloge, Broschüren und andere Werbemittel gestaltete.

1974 verkaufte er das Studio, um im Allgäu eine ehemalige Sennerei zu einer Ferienpension umzubauen. Ein Angebot, sich bei der in Sonthofen stationierten Bundeswehrschule als Grafiker anstellen zu lassen, war schließlich bei einer 5köpfigen Familie das Gebot der Stunde.

Aber mit der Zeit konnte er sich auch in der Allgäuer Kunstszene als Maler und Grafiker einen Namen machen und wurde 1978 Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler. Seine Aktivitäten weiteten sich schnell auch auf ganz Deutschland und darüber hinaus schließlich auch auf internationale Bereiche aus.

Die Wiedervereinigung war für ihn als Künstler ein impulsgebendes Ereignis der besonderen Art. Mit Unterstützung eines Cousins, nahm er sofort Verbindung zu ostdeutschen Künstlerverbänden auf, um dazu beizutragen, Gemeinsamkeiten zwischen den Künstlern beider Teile Deutschlands wieder herzustellen. Er machte bald auch eigene Ausstellungen in Magdeburg, Cottbus, Greifswald und Heringsdorf auf der Insel Usedom.

Gemeinschaftsausstellungen zwischen den Künstlerverbänden Magdeburg und Oberallgäu wurden auf seine Initiative hin veranstaltet.

Die Ausstellung in Rhede bedeutet für ihn zu den Wurzeln zurückkehren zu können. Er wird hier Werke aus seinen interessantesten Schaffensperioden und auch Arbeiten aus jüngster Zeit zeigen. In einem Live-Act wird er unter anderem auch die von ihm vertretene Trennung von Kunst und Design bzw. die fließenden Grenzen dahin, zum Ausdruck bringen.

(MAM) Öffnungszeiten:

Di. – So. 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

anzeige
anzeigen
anzeigen
anzeigen