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Sylvia Löhrmann eröffnet Anne-Frank-Ausstellung

Zur Eröffnung der Ausstellung „Deine Anne – ein Mädchen schreibt Geschichte“ kam Landesbildungsministerin Sylvia Löhrmann am Donnerstag, 10. Januar 2013 nach Bocholt. Sie wurde hier von Bürgermeister Peter Nebelo im Historischen Rathaus empfangen und trug sich in das Goldene Buch der Stadt ein.

Sylvia Löhrmann, stv. Ministerpräsidentin des Landes NRW im Gespräch mit Edeltraud Messing von der Bocholter Lernwerkstatt (links), und Bocholts Erstem Stadtrat Thomas Waschki (Mitte)

Sylvia Löhrmann, stv. Ministerpräsidentin des Landes NRW im Gespräch mit Edeltraud Messing von der Bocholter Lernwerkstatt (links), und Bocholts Erstem Stadtrat Thomas Waschki (Mitte)

Gemeinsam im Gespräch mit den politischen Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Bocholt betonte sie beim Empfang, wie wichtig die Erinnerungskultur gerade für junge Menschen ist. „Wir haben die Verantwortung, jungen Menschen, die lernen, die Gelegenheit zu geben, sich mit der Verantwortung aus der Vergangenheit auseinander zu setzen.“, so die Ministerin. Sie berichtete weiterhin, dass sie Schulklassen bei Besuchen im Konzentrationslager Auschwitz begleitet, um auch damit die besondere Bedeutung der Erinnerungskultur für die Jugend zu betonen. Bei diesen Besuchen, so Sylvia Löhrmann, ist zu sehen, was dieses Lager mit den jungen Leuten macht, wenn sie zum ersten Mal in die Häuser gehen, wo z. B. die Haare der Ermordeten liegen. Ende des Monats wird sie wieder Schülerinnen und Schüler auf einer Fahrt nach Auschwitz begleiten. Es war ihr daher ein besonderes Anliegen, persönlich die Ausstellung „Deine Anne“ in Bocholt zu eröffnen. Die jungen Menschen können sich mit dem jungen jüdischen Mädchen, so die Ministerin, besonders identifizieren, da Anne Frank im gleichen Alter war, wie die heute 14– und 15-Jährigen.

Die Ausstellung „Deine Anne“ im Foyer des Rathauses am Berliner Platz wurde durch die Arbeit der Bocholter Lernwerkstatt unter Leitung von Edeltraud Messing nach Bocholt geholt. In der Ausstellung erzählen große Bildwände vom Leben Anne Franks und ihrer Zeit: von den ersten Jahren in Frankfurt am Main und der Flucht vor den Nationalsozialisten, über die Zeit in Amsterdam – glückliche Kindheit und schwere Zeit im Versteck – bis zu den letzen schrecklichen sieben Monaten in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen. Viele private Fotos erlauben einen intimen Einblick in das Leben der Familie Frank und ihrer Freunde. Das Tagebuch des jüdischen Mädchens Anne Frank (1929-1945) ist damit Symbol für den Völkermord an den Juden durch die Nationalsozialisten und intimes Dokument der Lebens- und Gedankenwelt einer jungen Schriftstellerin.

Die Ausstellung wandert seit 2012 durch ganz Deutschland. Sie regt gerade die jungen Menschen in Deutschland an, zu fragen „Wer bin ich?“, „Was kann ich bewirken?“, „Wer sind wir?“ und „Wen schließe ich aus?“. Dieser Thematik widmet sich auch die Bocholter Lernwerkstatt, die neben der Ausstellung auch ein Rahmenprogramm mit Lesungen, Vorträgen und Diskussionen vorbereitet hat. Alle Aktivitäten haben das Ziel, möglichst vielfältige Zugänge zu den in der Wanderausstellung angesprochenen Fragen zu finden und zur Auseinandersetzung mit der Geschichte anzuregen. Die Ausstellung ist noch bis zum 8. Februar im Rathausfoyer zu sehen.

 

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